Was passiert, wenn Sie nicht eine, sondern mehrere leistungsstarke Absauganlagen gezielt miteinander kombinieren? Die Coswiger Tief- und Rohrleitungsbau GmbH setzt auf ein durchdachtes Zusammenspiel verschiedener Absauganlagen aus unserem Sortiment. Die Kombination macht den Unterschied: mehr Leistung, mehr Flexibilität, ein saubereres Ergebnis. Hier lesen Sie, welche Modelle im Einsatz sind, wie sie zusammenwirken und welchen konkreten Mehrwert die Lösung im Alltag bringt.
Sächsisches Unternehmen versorgt Talsperren mit Rohrleitungen, die unter sauberen Bedingungen gefertigt werden
Talsperren sind architektonische und statische Wunderwerke der Technik. Diese beeindruckenden Bauwerke haben aber eine wichtige Funktion: die Trinkwasserversorgung. Um diese zu gewährleisten sind in den Staudämmen und -mauern hunderte bis tausende Meter an Rohrleitungen verbaut. Und sehr oft kommen diese aus Sachsen, genauer aus Coswig bei Dresden.

Die Firma Coswiger Tief- und Rohrleitungsbau GmbH (CTR) wurde 1990 gegründet. Heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 50 Mitarbeitende, die deutschlandweit maßgeschneiderte Lösungen im Rohr- und Anlagenbau sowie in der grabenlosen Rohrverlegung anbieten. Durch die Kooperation mit der Firma AFD Armaturen und Formstücksbau GmbH, die Armaturen und Formstücke fertigt, ist CTR in der Lage, Projekte schnell und flexibel umzusetzen.
Blechbearbeitung Made in Saxony
Das Leistungsportfolio von CTR beginnt bei der Herstellung der Rohrleitungen und endet bei deren Installation – nicht nur in Talsperren, sondern auch in Wasserwerken.
Philipp Tammert, Arbeitsvorbereitung bei CTR, sagt:
„In Deutschland gibt es nur wenige vergleichbare Anbieter mit unserem Lösungskonzepts“.
CTR fertigt Rohrformstücke mit Durchmessern zwischen DN 50 und DN 2200. Dabei werden gewalzte Bleche verwendet. Je nach Projekt und Einsatzart stellt CTR auch nahtlose Rohre oder Leitungen aus korrosionsfreiem Stahl her. Pro Jahr werden zwischen 20 und 30 Projekte umgesetzt.
Sämtliche Rohre werden am Firmensitz in Coswig/Sachsen zugeschnitten und geschweißt – auch Stutzen, Flansche oder Verbindungen werden mit verbaut. Dafür wurden sechs feste und drei mobile Schweißarbeitsplätze eingerichtet.
An den Schweißarbeitsplätzen wird täglich neun Stunden gearbeitet. Ein Nebenprodukt der Schweißarbeiten ist Schweißrauch, der sich in der kompletten Fertigungshalle ausbreiten kann. Bekanntermaßen ist Schweißrauch gefährlich, da er eine Mischung aus toxischen Gasen und feinsten Partikeln enthält, die beim Erhitzen von Metallen und Schweißzusatzstoffen entstehen. Das Einatmen dieser Substanzen kann kurzfristig zu Atemwegsreizungen, Übelkeit und Schwindel führen. Langfristig können die im Schweißrauch enthaltenen krebserregenden Stoffe schwere Gesundheitsschäden wie Lungenkrebs, Nierenschäden und Nervenschädigungen verursachen.
Der Schmutz muss weg
„Wir wussten um die Gefahr des Schweißrauches. Weil wir unsere Mitarbeiter davor schützen wollten, haben wir geeignete Maßnahmen ergriffen“, erzählt Philipp Tammert.
In der Fertigungshalle war zwar schon Jahre zuvor eine Absaugung installiert worden, doch durch das Wachstum der Firma und die steigenden Produktionsvolumina war diese nicht mehr ausreichend und veraltet.
CTR nahm 2022 Kontakt zu verschiedenen Anbietern von Absaug- und Filtertechnik auf. Eines der wichtigsten Kriterien war eine gewisse Nähe zum Anbieter. Aus unserer Sicht sinnvoll: Als Nachbarunternehmen in Coswig bei Dresden konnte Novus air schnell reagieren und vor Ort beraten.
„Angefragt wurde eine normgerechte Absauganlage für sieben Arbeitsplätze“, sagt Robert Lüderitz, Vertriebsleiter der Novus air GmbH. „Unmittelbar nach Eingang der Anfrage wurde ein Vor-Ort-Termin für eine umfassende Beratung durchgeführt. Dabei haben wir die Lösung einer stationären Anlage vorgestellt, einschließlich der Konzepte für den gesamten Fertigungsbereich“.

Die Novus air hatte kurz vor der Anfrage ihre damals neue Absauganlage AIRCASE auf den Markt gebracht – bei CTR wurde daher eine der ersten Filteranlagen dieser Art in einen Testbetrieb genommen. „Die Testphase lieferte uns die Erkenntnis, dass wir genau die Lösung gefunden hatten, nach der wir suchten“, sagt Philipp Tammert. So entschied man sich bei CTR nicht nur zum Erwerb dieser Absauganlage, sondern setzte ein umfassendes Konzept zur Luftreinhaltung in der Werkshalle um.
Saubere Luft für alle
Die Schweißarbeiten finden bei CTR an sechs festen und drei stationären Arbeitsplätzen statt. An jedem der sechs festen Arbeitsplätze, an denen vorwiegend das MAG-Verfahren eingesetzt wird, wurde eine Filteranlage vom Typ AIRLINE installiert. Für die mobilen Arbeitsplätze wurde jeweils eine ebenfalls portable Absauganlage AIRCASE beschafft. Last but not least sorgt ein Filterturm der Marke AIRTOWER dafür, dass auch in der restlichen Halle die Luft gereinigt wird – übrigens auch von Schleifstäuben, die ebenso anfallen.

Die AIRLINE-Anlagen wurden zur optimalen Erfassung des Schweißrauches mit Absaugarmen der Marke Flextractor von ULT bestückt.
„Seit die AIRLINE-Systeme installiert wurden, reden unsere Mitarbeiter davon, dass die Luft besser ist“, erklärt Philipp Tammert.
Die Schweißfacharbeitenden nutzen selbstverständlich Schutzhelme mit Frischluftversorgung als persönliche Schutzausrüstung (PSA), dennoch können sich Schweiß- oder Schleifpartikel in der gesamten Fertigungshalle ausbreiten. Mitarbeiter ohne PSA, die sich in der Halle aufhalten, wären dementsprechend ungeschützt. Doch hier kommt der AIRTOWER ins Spiel.
Der bei CTR installierte Filterturm mit einem Volumenstrom von 10.000 m³/h wurde mit einem Partikelsensor ausgestattet. Er misst die Emissionsmenge und gibt bei Überschreitung eines Grenzwertes ein Signal an die Absauganlage, welche daraufhin in Betrieb geht. Bei Unterschreitung des Grenzwertes fährt die Anlage automatisch herunter, sodass kein Dauerbetrieb herrscht und dadurch Energiekosten gespart werden.
Die mobilen AIRCASE-Anlagen werden flexibel genutzt. Beispielsweise müssen an einem Bauteil zwei Schweißer gleichzeitig arbeiten (ab DN 400). Hier werden entsprechend zwei AIRCASE-Filtersysteme genutzt. An den mobilen Schweißarbeitsplätzen wird größtenteils Elektrodenschweißen eingesetzt.
Eine feste Partnerschaft
Novus air hat sich allerdings nicht nur als Systemlieferant qualifiziert. „Durch unser One-Service-Konzept gewährleisten wir eine optimale Nachbetreuung. Unsere hochqualifizierten Servicemitarbeiter sorgen für eine schnelle und kompetente Unterstützung“, erklärt Robert Lüderitz von Novus air.
Philipp Tammert ergänzt: „Wir haben einen Partner gefunden, der unsere Aufgaben an die Luftqualität vollumfänglich erfüllt hat.“
Unser Projekt mit CTR ist ein gutes Beispiel dafür, dass eine passgenaue Projektierung Lücken zum Vorschein bringt und gleichzeitig die passenden Lösungen herausfiltert.
Wenn Sie vor einer ähnlichen Herausforderung stehen, rufen Sie uns an.






